Augustoritum, „die Augustusfurt“: das war der erste Name Limoges’, das im Jahre 10 vor Christus von den Römern gegründet wurde. Ein riesiges Amphitheater, Therme und ein großes Forum: die Überreste und archäologischen Ausgrabungen zeugen von der Bedeutung der Stadt als Handelsknotenpunkt am Ufer der Vienne.
Drei Jahrhunderte später verließ die Bevölkerung diese erste Stadt und ließ sich auf der Anhöhe des Puy-Saint-Etienne nieder. Nach der Evangelisierung durch Saint-Martial im 4. Jahrhundert wurde die Kathedrale zum Mittelpunkt dieser „Cité“. Ein wenig weiter entwickelte sich um die Abtei Saint-Martial und die Erdhügelburg herum eine andere Stadt: das „Château“. Limoges hat Spuren dieser beiden Stadtkerne bewahren können.
Die Luft und die Menschen strömen lassen: der Geist der Aufklärung beeinflusste die Stadtplanung der Intendanten im Laufe des 18. Jahrhunderts. Mauern, Tore und mittelalterliche Türme wurden durch Boulevards, Plätze und Promenaden ersetzt. 1792 vereinten sich die „Cité“ und das „Château“ offiziell zu ein und derselben Stadt.
Die industrielle Entwicklung formte die Stadt im 19. Jahrhundert. Die zunächst am Ufer der Vienne entstandenen Fabriken zogen in Richtung Nordosten. Neue Vororte boten der Arbeiterbevölkerung Unterkunft. Der Justizpalast, das Rathaus und das Museum Adrien Dubouché wurden gebaut.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts nahm die Stadt ein anderes Ausmaß an. In den 60er Jahren wurden neue Boulevards und Industriegebiete angelegt. Mit heute 142 000 Einwohnern ist Limoges Teil einer Stadtregion mit einer Bevölkerung von insgesamt 260 000 Personen.
In jeder Ausgabe des Stadtmagazins präsentiert eine Geschichtsseite die historischen Höhepunkte und das Leben berühmter Persönlichkeiten, die Limoges geprägt haben.