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Verschwisterungschartas


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Das Konzert der vereinten Städte ist eine internationale Musikveranstaltung, die alle zwei Jahre Limoges und seine Geschwisterstädte für ein außergewöhnliches Konzert im Operntheater zusammenbringt.

Ziel ist es, für eine kurze Zeit ein Orchester aus französischen, tschechischen, weißrussischen, deutschen, amerikanischen und japanischen Musikern zu bilden, das ein oder mehrere repräsentative Werke der Kulturen dieser sechs Länder und insbesondere dieser sechs Geschwisterstädte interpretiert. Die Ausgabe 2009 war der Interpretation einer originellen vom Direktor des Limoger Konservatoriums Alain Voirpy komponierten Kreation namens „Gedicht der vereinten Städte“ gewidmet.

Die zwischen 10 und 22 Jahre alten Musiker stammen aus den Konservatorien von Limoges, Grodno, Pilsen und Fürth oder aus Musikklassen der Universitäten von Charlotte und Seto.

Die jungen Musiker werden in Gastfamilien untergebracht, nehmen an Besichtigungen von Limoges und der Umgebung teil und teilen eine Woche lang miteinander ihre Kultur und ihre Liebe für die Musik.

Es handelt sich bei diesem Konzert um eine einzigartige interkulturelle Veranstaltung, die zur Belebung des Limoger Geschwisterstädtenetzwerks beiträgt und die Jugend ins Rampenlicht stellt, um sie für den internationalen Austausch zu sensibilisieren.

  • 1. Ausgabe 2003
  • Anzahl an Musikern 60 bis 70
  • Anzahl an Zuschauern mindestens 1 200
  • Leitung Alain Voirpy

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- Verschwisterung:seit dem 11. Juni 1987
- geografische Lage:Westböhmen, 100 km von Prag entfernt
- Einwohnerzahl:173 000

Das 1295 vom König Wencelas II. am Zusammenfluss von vier Flüssen gegründete Pilsen, oder „Plzeň“ auf Tschechisch, ist die viertgrößte Stadt der Tschechischen Republik.
Neben seinem berühmten Automobilhersteller „Skoda“ und seiner Brauerei („Pilsner Urquell“, von zahlreichen Kennern als das beste Bier der Welt bezeichnet) behauptet Pilsen seinen Rang als europäisches Kulturzentrum und hat sich für den Titel der europäischen Kulturhauptstadt 2015 beworben.

Sehenswertes

  • Die Sankt-Bartholomäus-Kathedrale im gotischen Stil, die die Stadt mit ihrem 102,6 m hohen Turm überragt.
  • Die Große Pilsener Synagoge, die zweitgrößte Synagoge Europas nach derjenigen von Budapest.
  • Das Naturgebiet von Křivoklát in der Umgebung von Pilsen, ein von der UNESCO klassifiziertes biosphärisches Schutzgebiet.


In Pilsen geborene Persönlichkeiten


Josef Skupa (1892–1957):
Ein Marionettenbildner, der insbesondere Spejbl und Hurvinek schuf, die in Mitteleuropa ebenso berühmt sind wie Kasperle und Seppl in Deutschland. Er gab dem Pilsener Skupova-Festival, einem alle zwei Jahre stattfindenden Marionettenfestival, seinen Namen.  

Bedrich Smetana (1824-1884):
Der berühmte Komponist, wichtigster Vertreter der romantischen böhmischen Musik, Schöpfer der Oper „Die verkaufte Braut“ und mehrerer sinfonischer Dichtungen, darunter „Mein Vaterland“ mit „Die Moldau“, wurde nicht weit von Pilsen geboren. Die „Smetana-Tage“, ein jedes Frühjahr organisiertes Kulturfestival, sind da, um an ihn zu erinnern.

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- Verschwisterung:seit dem 18. November 2003
- geografische Lage:Provinz Aichi, 20 km von Nagoya entfernt
- Einwohnerzahl:135 000

Die Geschichte der Keramik in Seto reicht 1 300 Jahre zurück. Seto wurde übrigens so stark mit der Keramik identifiziert, dass das Wort „seto-mono“ (Objekt aus Seto) heute jegliche Keramik bezeichnet.

Als wichtigster Pol der Keramikindustrie in Japan ist Seto die Heimat renommierter Einrichtungen wie des Nationalen Instituts für Fortschrittliche Industrielle Wissenschaft und Technologie (AIST) von Chubu, des Instituts für Keramikforschung von Seto, aber auch der Stiftung Fine Ceramics Center und der Industriellen Universität von Nagoya.

Die Weltausstellung 2005 fand im südöstlichen Stadtteil von Seto statt. Das Thema der Veranstaltung war „Die Weisheit der Natur“. 119 Länder waren bei dieser 185 Tage dauernden Veranstaltung, über die von Medien aus der ganzen Welt berichtet wurde, vertreten und hießen 22 Millionen Besucher willkommen. Die Stadt Limoges hatte einen Pavillon innerhalb des französisch-deutschen Standes.

Sehenswertes

  • Das Museum der Maneki Neko ist das größte Museum, das dieser japanischen Glück bringenden Katze gewidmet ist.
  • Seto Gura ist ein der Keramik gewidmeter Komplex mit Veranstaltungssaal, Ausstellungshallen, einem Porzellangeschäft und einem Restaurant.
  • Parti Seto ist das jüngste Gebäude zeitgenössischer Architektur, das mit den alten Bauten des Stadtzentrums im Kontrast steht.
  • Der Fukagawa-Schrein, die Glocke des Houn-ji-Tempels und das sechseckige Denkmal im Toso-Park aus Keramik.

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- Verschwisterung:seit dem 6. November 1992

- geografische Lage:North Carolina im Mecklenburg County

- Einwohnerzahl:615 000

Die nach der Königin Charlotte, der Frau des englischen Königs Georg III., genannte Stadt hat auch den Spitznamen „Hornissennest“ (auf Englisch Hornet’s Nest) aufgrund des Widerstandes der Einwohner gegenüber den britischen Truppen während des Unabhängigkeitskrieges.
Die Entdeckung bedeutender Goldvorkommen 1799 stellte eine erste Etappe für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt dar. Die Mechanisierung der Baumwollernte, des wichtigsten Erzeugnisses im Süden Nordamerikas, im 19. Jahrhundert markierte die Entstehung der Textilindustrie. Darüber hinaus wurde Charlotte, das seinen provinzialen Charme hat bewahren können, dank zahlreicher Banken, die hier ihren Geschäftssitz einrichteten, nach New York zum zweiten Finanzzentrum der USA.

Sehenswertes

  • Das Mint Museum of Art, das eine große Kollektion amerikanischer, europäischer, afrikanischer und präkolumbischer Kunst sowie eine der bedeutendsten mexikanischen Töpfereisammlungen präsentiert.
  • Das Reed Gold Mine State Historic Site rund um die Geschichte der Goldsucher an genau den Orten ihrer Entdeckungen.
  • Nicht weniger als 149 Parks sowie zahlreiche Seen und Wälder in der Region.
  • Zahlreiche Musikveranstaltungen, angeboten vom Blumenthal Center for the Performing Arts.


In Charlotte geborene Persönlichkeiten

James Knox Polk (1795-1849):
Der 11. Präsident der Vereinigten Staaten von 1845 bis 1849. Er gehörte der demokratischen Partei an und führte 1845 die Angliederung von Texas an die Union herbei, was den Krieg gegen Mexiko zur Folge hatte. Die Stadt Charlotte hat ihm in seinem Geburtshaus ein Museum gewidmet, das „James Polk Memorial“.

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  • Verschwisterung:seit dem 20. April 1982
  • geografische Lage:an der litauischen Grenze
  • Einwohnerzahl:320 000

Grodno, oder „Hrodna“ auf Weißrussisch, ist eine der ältesten und besterhaltenen Städte Weißrusslands. Nach seiner Unabhängigkeit am 25. August 1991 wurde das Land am 19. September desselben Jahres zur Republik Weißrussland.

Das an der Memel gelegene und durch den Fluss zweigeteilte Grodno ist ein Eisenbahnknotenpunkt, der Weißrussland mit Russland, Polen und Litauen verbindet.

Der historische Stadtkern der im 10. Jahrhundert gegründeten Stadt steht auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Sehenswertes

  • Der historische Stadtkern umfasst mehr als 400 Architektur- und Geschichtsdenkmäler
  • Die orthodoxe St.-Boris-und-Gleb-(Kalozha)-Kirche (die einzige erhaltene Kirche Weißrusslands aus dem 12. Jahrhundert),
  • die beiden Schlösser (16. und 18. Jahrhundert),
  • die St.-Francis-Xavier-Kathedrale (von den Jesuiten zwischen 1678 und 1705 erbaut) usw.

In Grodno geborene Persönlichkeiten

Lew Samoilowitsch Rosenberg, genannt Léon Bakst (1866 - 1924), russischer Maler, Bühnen- und Kostümbildner. Marcel Proust schrieb 1911 in einem Brief an Reynaldo Hahn: „Grüßen Sie tausend Mal Bakst, den ich zutiefst bewundere, denn ich kenne nichts Schöneres als  Scheherazade.“

Der in Grodno geborene Alexander Milinkewitsch ist der aktuelle demokratische Oppositionschef Weißrusslands. Das Europäische Parlament verlieh ihm im Dezember 2006 den Sacharow-Preis. Am 19. März 2006 kandidierte er bei der Präsidentschaftswahl gegen den ausscheidenden weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko.

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  • Verschwisterung:seit dem 22. Mai 1992
  • geografische Lage:Bayern, Regierungsbezirk Mittelfranken
  • Einwohnerzahl:115 000

Die Eröffnung der ersten Eisenbahnlinie in Deutschland im Jahr 1835 war entscheidend für die Entwicklung Fürths. Die kleinste Stadt der Welt mit U-Bahn ist bekannt für den Elektronik- und Haushaltsgerätehersteller Grundig, die Textilindustrie (Versandhandelshaus Quelle) und das Tucher-Bier. Ebenfalls in Fürth sitzt das Informations- und Demonstrationszentrum für Solarenergie  Solid.

Die Geschichte der Stadt ist ein Beispiel für das friedliche Zusammenleben katholischer, jüdischer und protestantischer Gemeinschaften (daher das Kleeblatt als Symbol der Stadt). Bemerkenswert ist, dass die Fürther Feuerwehr der Stadt Limoges nach dem großen Sturm vom 27. Dezember 1999 spontan Hilfe leistete.

Sehenswertes

  • Das Haus von Limoges und des Limousins (LIM Haus, www.fuerth.de/lim) ist seit 2003 unsere touristische, kulturelle und gastronomische Botschaft in Fürth. Diese einzigartige Einrichtung, die von vier Partnern – den Städten Limoges und Fürth, der Region Limousin und dem Regierungsbezirk Mittelfranken – finanziert wird, ist ein Ort der Geselligkeit mitten im historischen Stadtkern von Fürth.
  • Das Rathaus, ein originaler Nachbau des Turms des Palazzo Vecchio in Florenz.
  • Die befestigte Kirche St. Michael (12. Jahrhundert), das älteste Denkmal Fürths.
  • Die Sankt-Michaels-Kirchweih im Oktober (mehr als eine Million Besucher), an der jedes Jahr ein Cateringdienst aus Limoges teilnimmt.


In Fürth geborene Persönlichkeiten

Henry Kissinger (1923-):
Der berühmte amerikanische Politiker wurde 1923 in Fürth geboren. Er wanderte 1938 in die Vereinigten Staaten aus und wurde Berater des Präsidenten und später Außenminister. Sein Engagement für den Frieden mit dem Vietnam brachte ihm am 16. Oktober 1973 den Friedensnobelpreis ein. Er ist heute einer der Ehrenbürger der Stadt Fürth.

Ludwig Erhard (1897-1977):
Christdemokratischer Politiker, Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1963 und Bundeskanzler von 1963 bis 1966. Er lenkte den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes nach dem zweiten Weltkrieg.

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